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Mit Wirkung vom 1. September 1979 verlieh die Steiermärkische Landesregierung
der Gemeinde Weinitzen das Recht zur Führung eines Gemeindewappens.

wappen
Beschreibung:
Im sibernen Schild eine dreifache widerhakenlose rote Angel,
aus deren rechts gekrümmten Haken abgeledigt je ein gestieltes auswärts
gekehrtes rotes Weinblatt wächst.
 

Das Wappen entwarf Oberarchivrat Dr. Heinrich Purkarthofer vom
Steiermärkischen Landesarchiv in Graz, der dazu folgenden Kommentar
publizierte: "Weinitzen, von Slawen wohl nach vorgefundenen Weingärten
benannt, wird im Montforter Urbar der Herrschaft Stadeck von etwa 1410
als zum freien Aigen (St. Veit ob Graz) gehörig erstmals erwähnt.

Dienstleute der Stadecker erwarben hier Lehen. Das Dorf Niederschöckl hingegen
verkauften 1461 die Brüder Soyell an Hans von Stubenberg, der es mit Gutenberg verband. Niederschöckl war Lehen des Stiftes Göß, an das es wohl als Ausstattungsgut
einer Nonne gekommen ist. In der Gemarktung von Niederschöckl, das mit zu den 1147 urkundlich genannten Neugereuten am Schöckl gehört, liegt auch Bleihütten, eine alte Eisenhütte, und Nadisch (1395).
Nadischberg, ein altes, doch wie Weinitzen aufgegebenes Weinbaugebiet, liegt
schon in der Katastralgemeinde Fölling. Hier wie in Nadisch konnten landesfürstliche Dienstleute, das Stift Rein, aber auch Grazer Bürger Besitz erlangen, den sie teilweise
zu frommen Stiftungen an die Sadtpfarre verwendeten oder auch verkauften wie Freidrich schneider, der seinen Wald 1441 an die Dominikanerinnen veräußerte. Er wurde Stadt-
und Landrichter von Graz und übte als solcher auch über das Gemeindegebiet von
Weinitzen die hohe Gerichtsbarkeit aus.
Als Wappen führte er eine dreifache Angel. Im Wappen der Gemeinde Weinitzen,
die 1938 aus Weinitzen-Land, Niederschöckl und Fölling-Land (das Dorf kam an Groß-Graz) geschaffen wurde, teils noch landwirtschaftlich geprägt ist, aber immer mehr zu einer Wohnsitzgemeinde von Graz wird, sollte mit dem Zeichen eines mittelalterlichen Bürgers
und Landrichters von Graz auf die Wechselbeziehung zwischen der Stadt und ihrem
Umland hingewiesen werden.
Geduld und Zuversicht, gelehrt durch die Angel, helfen bewußtes Leben gestalten,
Leben selbst zeigt jedes Blatt.

 

 
  Die Urkunde über die Verleihung des Rechtes zur Führung des Gemeindewappens.

urkunde
 

 

 
     
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